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VORMORGEN

Hör-Installation nach Ernst Toller
AUSSTELLUNGSERÖFFNUNG
07.05.2014 OUTER SPACE

VORMORGEN

„Im Sturz der Musik vergesse ich die Klage des Menschen“

Ernst Toller, Jude, Schriftsteller und Revolutionär, wurde 1893 als Sohn eines Getreidegroßhändlers nahe Posen geboren. Schon als Schüler befaßte er sich mit zeitgenössischer Literatur, die in seiner preußischen Schule verboten war. 1914 trat er als Freiwilliger dem Königlich-Bayerischen Fuß-Artillerie-Regiment bei und kämpfte bei Verdun. Im Mai 1916 erlitt er einen vollständigen physischen und psychischen Zusammenbruch. 1917 begann er ein Jurastudium in München, begegnete in den Vorlesungen des Theaterwissenschaftlers Arthur Kutscher Thomas Mann und Rainer Maria Rilke und studierte auf Einladung Max Webers kurz in Heidelberg. 1918 beteiligte er sich am Umsturz in Bayern, wurde bayerischer USPD-Vorsitzender und rief die Münchner Räterepublik aus. 1919 wurde er zu fünf Jahren Festungshaft verurteilt. Nach der Entlassung erregten seine expressionistischen Dichtungen und Dramen Aufsehen. 1933 floh er nach New York, wo er sich 1939 in Depression über den drohenden neuen Krieg das Leben nahm. Der junge Regisseur Eric Nikodym inszeniert Tollers Gedichtband Vormorgen als Hör-Installation.

INSTALLATION Eric Nikodym MIT Eva Derleder, Ursula Grossenbacher, Florentine Krafft, Antonia Mohr – Jan Andreesen, Klaus Cofalka-Adami, Thomas Halle, Matthias Lamp, Johannes Schumacher, André Wagner

EINTRITT FREI
EINLASS eine Stunde vor Vorstellungsbeginn im GROSSEN & KLEINEN HAUS bis zum Ende der ersten Pause, jederzeit zugänglich

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