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DAS NEUE STÜCK 20 – FARBEN

von Mathieu Bertholet
Szenische Lesung
Dauer: 1h 30

18.05.2014 OUTER SPACE

DAS NEUE STÜCK 20 – FARBEN

EUROPÄISCHE KULTURTAGE 2014

Beide sind leidenschaftliche Chemiker. Aber um die Jahrhundertwende darf nur Fritz der deutschen Wirtschaft dienen, denn Clara ist eine Frau und muss deutsche Mutter werden. Hand in Hand mit dem „Überlebenden" stolpert in dieser Geschichte die Selbstmörderin Clara über die leichenbedeckten Schlachtfelder des ersten Weltkriegs, für die ihr Mann das Giftgas erfand.

Der Schweizer Mathieu Bertholet studierte Szenisches Schreiben an der Universität der Künste Berlin. Mittlerweile lebt er wieder in der Schweiz und in Lyon, wo er an der dortigen Theaterhochschule unterrichtet. Sein Stück Farben schrieb er über die jüdischen Chemiker Fritz und Clara Haber, die von 1894 bis 1911 an der Technischen Hochschule Karlsruhe forschten und lehrten. Hier gelang ihm die Synthese von Ammoniak, für die er 1919 den Nobelpreis erhielt. Kurz nach Kriegsausbruch begann er gegen den Willen seiner Frau mit Phosgen und Chlorgas zu experimentieren und wurde so zum Vater des deutschen Gaskriegs. Wenige Tage nach dem ersten deutschen Giftgas-Einsatz am 22. April 1915 bei Ypern beging seine Frau Selbstmord mit der Dienstwaffe Habers.

Im Rahmen der monatlichen Reihe DAS NEUE STÜCK.
Mit freundlicher Unterstützung von Iris und Jochen Petin.


MIT Sophia Löffler, Antonia Mohr, Daniel Friedl, Ronald Funke, Matthias Lamp und André Wagner EINRICHTUNG Mathias Hannus AUSSTATTUNG Mona Altmann*, Anna Knöller*, Iris Weigel* DRAMATURGIE Kerstin Grübmeyer

*Studierende der Hochschule für Gestaltung Karlsruhe

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