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MIT HERZ UND HAND FÜR'S VATERLAND

Propaganda-Keramik aus der Zeit des Ersten Weltkrieges
Ausstellung 7.5 – 25.5.14, jeweils eine Stunde vor Vorstellungsbeginn und für Theaterzuschauer in den Pausen
AUSSTELLUNGSERÖFFNUNG
07.05.2014 UNTERES FOYER

MIT HERZ UND HAND FÜR'S VATERLAND

EUROPÄISCHE KULTURTAGE 2014

Nationale und militärische Symbole spielten in der Gesellschaft des Kaiserreichs bereits seit den Befreiungskriegen (1813/1815) eine große Rolle. Der Ausbruch des Ersten Weltkriegs verstärkte diese Tendenz. Erinnerungsartikel in Form von Münzen, Schmuck und Geschirr mit patriotischen Sprüchen und Dekoren wurden massenhaft produziert.

Fast alle deutschen Keramik- und Porzellanmanufakturen beteiligten sich an diesem Hype. Wandteller, Sammeltassen und Vasen mit Eisernem Kreuz, Kriegsmotiven oder Durchhalteparolen wie auch figürliche Keramik in Form von Infanteristen und Dragonern halfen, den Inlandsmarkt zu mobilisieren und den infolge des Krieges reduzierten Auslandsumsatz zu kompensieren. Gleichzeitig dienten diese Erinnerungsstücke auch als Bindeglied zwischen Front und Heimat, und ihr Kauf wurde in der Bevölkerung als moralische Unterstützung der Soldaten verstanden.

Die gezeigte Keramik stammt vorwiegend aus deutscher Produktion, die Mehrzahl ist badischer Provenienz – Exponate aus der Karlsruher Majolika und aus den Zeller keramischen Fabriken. Am Beispiel der „Propaganda-Keramik“ werden auch Patriotismus und Militarisierung des Alltags thematisiert.

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