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EIN DRAMA IN BRIEFEN

Der Briefwechsel Thomas Bernhard – Siegfried Unseld.
Dauer: 2h 10

10.02.2014 STUDIO

EIN DRAMA IN BRIEFEN

Foto: Andrej Reiser (Suhrkamp Verlag) / Christian Höhn (Suhrkamp Verlag)

Zum 25. Todestag von Thomas Bernhard lesen aus dessen Briefwechsel mit seinem Verleger vom Suhrkamp-Verlag Siegfried Unseld, sein langjähriger Dramaturg Hermann Beil und Staatsschauspieler Stefan Viering.

„Ich kenne Sie nicht, nur ein paar Leute,.die Sie kennen. Aber ich gehe den Alleingang.“ Mit diesen Worten schickt der 30-jährige Thomas Bernhard 1961 unverlangt ein Manuskript an den Verleger Siegfried Unseld. Einige Jahre später wird der Österreicher Suhrkamp-Autor – und ein dramatischer Briefwechsel beginnt zwischen dem sensiblen Schriftsteller und dem nicht minder anspruchsvollen Verleger. Erfolge bei Kritik und Lesern, Bestseller, Preise folgen. 1986 schreibt Bernhard: „Wie auch immer, wäre die gegenseitige Hassliebe, mit der ich, wie mit allem andern auch, mit Ihnen zu leben wünsche, zu erneuern.“ Unselds letztes Telegramm von 1988 schließt: „ich kann nicht mehr.“ Bernhard antwortet: „Streichen Sie mich aus Ihrem Verlag und aus Ihrem Gedächtnis. Ich war sicher einer der unkompliziertesten Autoren, die Sie jemals gehabt haben.“ 3 Monate später, am 12. Februar 1989, stirbt Bernhard.

Bildnachweis: Andrej Reiser/Suhrkamp Verlag; Christian Höhn/Suhrkamp Verlag

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