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HELEN SCHNEIDER: VERWANDLUNGEN

GASTSPIEL
Dauer: 2h 15

06.10.2013 KLEINES HAUS

HELEN SCHNEIDER: VERWANDLUNGEN

Foto: Lutz Schelhorn

Die stimmgewaltige New Yorker Schauspielerin, Rockmusikerin und Musicalsängerin singt und spielt Grimms Märchen, so wie sie die amerikanische Lyrikerin Anne Sexton gesehen hat. Ein lebenssatter, gewitzter Theaterabend voll schwarzem Humor und mit Songs aus den 60er Jahren.

Helen Schneider trifft auf Anne Sexton und verwandelt sich in eine „mittelalte Hexe, die ein oder zwei Geschichten erzählt". Die Geschichten sind die Grimmschen Märchen, die Anne Sexton in „Transformations" verwandelt hat in Gedichte voller schwarzem, bitterbösem Humor. Es treten auf: Schneewittchen, Dornröschen, Rotkäppchen und all die anderen Figuren, die vom Erwachsen-Werden, von Liebe, Missbrauch, Widerstand, Sieg und Niederlage erzählen. Begleitet von Jo Ambros (Gitarre) und Mini Schulz (Kontrabass) zeigen Helen Schneider und Eva Hosemann einen lebenssatten, gewitzten Theaterabend, der durchwoben wird von Songs der 60er-Jahre.
„Verwandlungen" ist Anne Sextons wohl bekanntestes und auch zugänglichstes Werk. In ironischer und bissiger Art transponiert sie Grimms Märchen in ihre Jetztzeit, das Amerika der 60er und 70er Jahre. Sie zeichnet ein klares Bild des „American Dream" und der Schattenseiten des „Anything goes!". Alltagssprache mischt sich mit poetischen Metaphern und wird so zu einer Art Pop-Art der Literatur. Für Anne Sexton war Schreiben, wie für so viele ihrer Zeitgenossinnen, Therapie. Mit 29 katapultierte sie sich mit ihrer Lyrik aus der Depression und fortan wurde Schreiben ihr Lebensmittelpunkt. Ähnlich wie Sylvia Plaths Roman „Die Glasglocke" zählt „Verwandlungen" zum Grundkanon der feministischen Literatur.
Die Suche nach weiblicher Selbstbestimmtheit und das gleichzeitige Zerbrechen an den eigenen und männlichen Lebenswelten und die Flucht in Rausch, Exzesse und Abhängigkeiten ist das Leitmotiv für die theatrale Auseinandersetzung und musikalische Verortung von Anne Sextons Verwandlungen.

REGIE Eva Hosemann BÜHNE Stephan Bruckmeier KOSTÜME Angelika Pichler MIT Helen Schneider – Jo Ambros, Mini Schulz

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