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IRGENDWANN IN DER NACHT

Stück von Etel Adnan. URAUFFÜHRUNG. Prolog der ETC-Kooperation The Art of Ageing
Dauer: 1h 15
PREMIERE
17.10.2013 STUDIO

IRGENDWANN IN DER NACHT

Foto: Felix Grünschloß

Mit Irgendwann in der Nacht bringt das Karlsruher Schauspiel eine außergewöhnliche Uraufführung der 1925 in Beirut geborenen Autorin Etel Adnan auf die Bühne. Es ist die Geschichte zweier alter Liebender, die nach Jahren der Trennung am Totenbett einer sterbenden Freundin wieder zusammentreffen. Sie sprechen über ihre Begegnungen und Trennungen, über die verlorene und die wiedergewonnene Zeit. Am Ende schlägt die Jüngere einen Ausweg vor – aus der Nacht, aus der Liebe, aus dem Leben …

Für Etel Adnan, die große Lyrikern, Essayistin und Bildende Künstlerin, ist die Liebe universal, sei es zwischen den Geschlechtern, aber auch zwischen zwei Frauen oder zwei Männern. Daher hat der junge Regisseur Mathias Hannus, einer Anregung der Autorin folgend, den Text mit wechselnden Geschlechterkonstellationen besetzt. Bleibt die gleiche Geschichte, erzählt von verschiedenen Paaren, immer noch die gleiche Geschichte? Ist nicht jede Liebe anders? Die vier Darsteller spielen virtuos die verschiedenen Paarkonstellationen durch und stellen die Frage nach der Möglichkeit und Unmöglichkeit der Liebe.

Irgendwann in der Nacht ist der Prolog zur einzigartigen europäischen Theaterkooperation Die Kunst des Alterns. Europa steht vor einer großen demografischen Wende. Den daraus resultierenden Fragen stellen sich nicht nur Soziologen, sondern auch Künstler: Wie war es früher, alt zu sein? Wie wird eine Gesellschaft aussehen, in der die Alten in der Mehrzahl sind – und in der mit Hilfe medizinischen Fortschritts der Traum von der ewigen Jugend für einige Wirklichkeit geworden ist? Etel Adnan hat sich bereit erklärt, die Patronage über das Theaterprojekt Die Kunst des Alterns zu übernehmen.

Der Regisseur Mathias Hannus stellt sich mit dieser Arbeit erstmals dem Karlsruher Publikum vor. Seit zwei Jahren arbeitet er am STAATSTHEATER als Regieassistent und hat bisher zahlreiche szenische Lesungen im Rahmen von Das neue Stück eingerichtet, u.a. Und dann von Wolfram Höll und Personalien von Gérard Watkins.

Das Projekt Die Kunst des Alterns wurde von der European Theatre Convention entwickelt. Gefördert aus Mitteln der Europäischen Kommission.

REGIE Mathias Hannus BÜHNE & KOSTÜME Christine von Bernstein MUSIK Johannes Mittl DRAMATURGIE Michael Gmaj

The Art of Ageing

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