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22. EUROPÄISCHE KULTURTAGE KARLSRUHE 2014

FRIEDEN UND KRIEG 1914 – 2014

Zum 100. Mal jährt sich im Sommer 2014 der Ausbruch des Ersten Weltkrieges. Karlsruhe ist vom Thema Frieden und Krieg als Grenzort, Opfer einer der ersten Luftangriffe, als Garnisonsstadt und Standort großer Rüstungsfirmen, als Forschungsstätte für Erfinder von Massenvernichtungswaffen, aber auch Residenz des Rechts und damit Hauptstadt der friedenssichernden dritten Gewalt besonders berührt.

Das STAATSTHEATER KARLSRUHE veranstaltet die EUROPÄISCHEN KULTURTAGE gemeinsam mit der Stadt Karlsruhe und ihren vielen Kulturinstitutionen. Eröffnet wird das Festival am 8.5.2014 im KLEINEN HAUS mit dem 1917–1919 geschriebenen expressionistischen Drama GAS I & II von Georg Kaiser, einem großen, wiederzuentdeckenden Werk um Energie, Verantwortung und Vernichtung. Krieg- und friedensentscheidend war die Entwicklung der Atombombe. Ihr Abwurf auf Hiroshima und Nagasaki beendete den Zweiten Weltkrieg, aber führte im Anschluss zum Kalten Krieg. John Adams Oper Doctor Atomic befasst sich mit den emotionalen Spannungen und Ängsten der Wissenschaftler, Regierungsbeamten und Militärangehörigen während der Vorbereitungen zum Test der ersten Atombombe.

Das Konzertprogramm der BADISCHEN STAATSKAPELLE verbindet im 7. Sinfoniekonzert und im 4. Sonderkonzert Komponisten aus der Zeit des Ersten Weltkriegs wie Webern, Schönberg und Berg sowie die als Soldaten gefallenen Butterworth und Stephan. Die Nachtklänge 2 bieten neben Mauricio Kagels 10 Märsche um den Sieg zu verfehlen zwei Uraufführungen von Zeynep Gedizlioglu und Nico Sauer. Im Liederabend von Ensemblemitglied Steven Ebel sind von ihm komponierte Uraufführungen auf Texte aus dem Ersten Weltkrieg zu erleben.

Mit dem Klassenzimmerstück Im Westen nichts Neues von Erich Maria Remarque, dem wohl berühmtesten Roman über die traumatische Zeit des Ersten Weltkrieges, wird das JUNGE STAATSTHEATER den jungen Zuschauern zeigen, wie kurz der Weg aus dem Klassenzimmer in den Kriegseinsatz war. Das Gastspiel der Badischen Landesbühne Bruchsal Krieg. Stell dir vor er wäre hier von Janne Teller vervollständigt das Programm des JUNGEN STAATSTHEATERS im Rahmen der EUROPÄISCHEN KULTURTAGE 2014.

Das Schauspiel präsentiert eine Reihe von Gastspielen zum Thema. Wiederaufgenommen werden Klaus Theweleits Männerphantasien in der Inszenierung von Patrick Wengenroth. Theweleits groß angelegte Untersuchung des soldatischen Männertyps, des von Trieben, Lust und Genuss „bedrohten“ Mannes, seiner Angstphantasien und seines Machtstrebens zitiert Freikorps-Literatur aus den Jahren 1914–1923. Als Auftragswerk bringen junge europäische Autoren, die von ETCPartnertheatern u. a. in Nottingham, Temeswar, Nancy, Liège und Prato vermittelt wurden, ihre heutigen Kriegserklärungen zu Gehör. Gemeinsam realisieren OPER und SCHAUSPIEL ein Gastspiel von Strawinskys und Ramuz’ Die Geschichte vom Soldaten. Das Werk für Kammerorchester, Schauspieler, Sänger und eine Tänzerin aus dem Jahre 1917 wird inszeniert von Daniel Pfluger, dem Regisseur von Alice, Ein Sommernachtstraum und der Kinderoper Dino und die Arche.

Das komplette Programm der 22. EUROPÄISCHEN KULTURTAGE 2014 finden Sie unter www.europaeische-kulturtage.de.

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