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Sommerlich-sinnlicher Stückereigen im BALLETT

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Wie ein Wolkenbruch brach der Applaus am gestrigen Premiere von Choreografen stellen sich vor aus, in berührender Übereinstimmung zum letzten Stück des Abends, wo ein warmer Sommerregen den lange angestauten Lauf der Emotionen freisetzte. Raimondo Rebeck ließ in REGEN IN DEINEN DUNKLEN AUGEN die Erlebnisse eines intensiven Sommerabends gegenwärtig werden und verlieh damit dem sechsteiligen Abend einen ausdrucksstarken Abschluss. Zuvor hatte Douglas de Almeida in EGO die Regungen der menschlichen Psyche visualisiert, Susanne Preissler in DUST – STAUB AUFWIRBELN im Medium der Luftakrobatik das Wunder der Verjüngung durch Erinnerung anschaulich werden lassen, Arman Aslizadyan die Zuschauer in MAZE auf humorvolle Weise in virtuelle Welten entführt, Brice Asnar in OMNIS II eine Hoffnungsbotschaft für eine seelenlose Zukunft übermittelt und Ermanno Sbezzo in 542 über das Teilbare und Unteilbare in einer Paarbeziehung reflektiert.

Von der tänzerischen Leistung der Solisten und des Ballettensembles war das Publikum im ausverkauften KLEINEN HAUS ebenso beeindruckt wie von den (zum Teil von den Choreografen selbst gestalteten) Kostümen und der exquisiten Lichtgestaltung Christoph Pöschkos, in der sich die sechs Beiträge aufs Beste im Bühnenraum zu entfalten vermochten.
Wer die Fülle des Erfindungsreichtums in den genannten sechs Uraufführungen bewundern will, sollte sich beeilen, denn es sind lediglich vier weitere Vorstellungen angesetzt, und zwar am 10., 17., 23. und letztmalig am 25.7.
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