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Zeit für einen AUFSTAND?

 - Foto: Felix Grünschloß

Applaus und Füßetrampeln für den Schauspieler Mehmet Yilmaz, für das Team rund um Regisseur András Dömötör und für Publizistin Mely Kiyak, die mit dieser Uraufführung gestern Abend ihr erstes Theaterstück präsentiert. Sie war Augenzeugin der Proteste um den Gezi-Park in Istanbul 2013 und bereiste sechs Monate lang die Türkei.
In Aufstand nimmt sie die Perspektive eines fiktiven kurdischen Künstlers aus Diyarbarkir ein, der Politik, Kunst und Gesellschaft in der Türkei und Deutschland als mehrfacher Außenseiter reflektiert. Der ungarische Regisseur András Dömötör und der deutsch-türkische Schauspieler Mehmet Yilmaz haben den Text um improvisierte Szenen ergänzt, die das Stück als fiktive Performance zum Thema Aufstand verorten. Die Schweizer Ausstatterin Moïra Gilliéron hat einen „white cube“ entworfen, einen weißen Galerieraum, in dem die Revolution beginnen kann.

In Karlsruhe ist Aufstand das Mittelstück einer Reihe von politischen Uraufführungen, angefangen mit dem NSU-Projekt Rechtsmaterial und dem ukrainischen Stück Hohe Auflösung und fortgesetzt mit Ich bereue nichts, dem NSA-Projekt, im Oktober 2014.
Die Berliner Premiere des Stücks im Studio Я des Gorki Theaters, der Kooperationspartner des STAATSTHEATERS für dieses Auftragswerk, findet im November 2014 im Rahmen des Festivals „Voicing Resistance“ statt.
In dieser Spielzeit ist Aufstand noch ein Mal im STUDIO am 6.7. zu sehen

 

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