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HEUTE noch in SCHWANENSEE!

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Schwanensee ist das beliebteste aller klassischen Ballette, und wohl deshalb hat kaum ein anderes Werk der Tanzgeschichte hat so viele unterschiedliche Interpretationen erfahren wie dieses. Eine der am stärksten beachteten Neufassungen in jüngerer Zeit ist Christopher Wheeldons Choreografie aus dem Jahre 2004, die nach ihrer Uraufführung in Philadelphia vom STAATSBALLETT KARLSRUHE im November 2009 als DEUTSCHE ERSTAUFFÜHRUNG präsentiert werden konnte. Aufgrund der anhaltenden Nachfrage gelangte sie für vier Vorstellungen auch in der Spielzeit 2014/15 erneut auf den Spielplan. Am Donnerstag geht nun die vorerst letzte Vorstellung um 19:30 Uhr über die Bühne des GROSSEN HAUS.

Christopher Wheeldon siedelt das Geschehen Anfang des 20. Jahrhunderts in Paris an, in einem Ballettsaal, wo Schwanensee geprobt wird. Die Tändeleien zwischen den Herren der Gesellschaft und den Damen des Ballettensembles veranlassen den Ersten Solisten dazu, in der Handlung des geprobten Balletts geistige Zuflucht zu suchen. Er identifiziert sich mit dem Schicksal des Prinzen Siegfried, der sich – von den Verheiratungsplänen seiner Familie abgestoßen – in die gleichermaßen schöne wie geheimnisumwitterte Odette verliebt. Aus dieser Situation heraus etabliert Wheeldon ein raffiniertes Spiel zwischen zwei Handlungsebenen, welche der märchenhaften Sphäre der originalen Balletthandlung das reizvolle Kolorit der lebensfrohen Pariser Künstlerwelt hinzufügt, wie sie etwa von Edgar Degas in seinen Gemälden auf unvergessliche Weise eingefangen worden ist.

 

 

 

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