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HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH: Die Gewinnerinnen des RING AWARD 14 stehen fest

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Die Regisseurin Verena Stoiber (D) und die Bühnengestalterin Sophia Schneider (D) konnten bei diesem Internationalen Wettbewerb für Regie und Bühnengestaltung die Hauptpreise für sich entscheiden. Sie erhielten somit den RING AWARD (ein Inszenierungsangebot an den Grazer Spielstätten), den Preis des Landes Steiermark (3000 Euro) und den Preis der Stadt Graz (3000 Euro).

Zusätzlich ergingen an das Team folgende Sonderpreise in Form von Inszenierungsangeboten, die von den Intendanten vergeben wurden:
• Deutsche Oper Berlin Intendant Dietmar Schwarz
• Staatstheater Karlsruhe Intendant Peter Spuhler
• Staatstheater Nürnberg Intendant Peter Teiler

Generalintendant Peter Spuhler: „Ich freue sich sehr für die beiden Gewinnerinnen und ganz besonders auf ihre Arbeit am STAATSTHEATER.“

Weitere Preise
Die Komische Oper Berlin vergab einen Preis im Wert von 1.500 Euro ebenfalls an das RING AWARD 14 Gewinnerteam Stoiber und Schneider, das auch den Zusatzpreis der Intendantenjury im Wert von 2.000 Euro erhielt, gestiftet vom Richard Wagner Verband International und übergeben von dessen Präsidenten Thomas Krakow. Der Zusatzpreis der Kunstuniversität Graz, vergeben durch Rektor Robert Höldrich, ging an das Team Christiane Lutz (Regie) & Natascha Maraval (Ausstattung), das ebenso ein Inszenierungsangebot von Intendant Roland Geyer am Theater an der Wien erhielt. Jedes Team bekam darüber hinaus 6.000 Euro für die Teilnahme am Finale.

Die Publikumspreise
Der erste Publikumspreis, ein Inszenierungsangebot am Staatstheater Cottbus unter der Intendanz von Martin Schüler, ging an das Team Christiane Lutz (D) & Natascha Marval (A). Dan Turdén (SWE) & Marie Moberg (DK) konnten hier den zweiten, mit 1000 Euro dotierten Preis für sich entscheiden. Der dritte Platz mit 500 Euro ging an Verena Stoiber & Sophia Schneider.

Die Gewinner
Verena Stoiber, geboren in Zwiesel/ Bayern, studierte Schauspiel- und Musiktheaterregie an der Bayerischen Theaterakademie August Everding in München bei Cornel Franz und Klaus Zehelein. Im Rahmen des Regiestudiums inszenierte sie u.a. „Bremer Freiheit“ (Rainer Werner Fassbinder). Damit wurde sie zum Körber Studio Junge Regie ans Thalia Theater Hamburg eingeladen. Ihre Inszenierung des Schauspiel- und Musiktheaterprojekts „Treffen“ wurde im Rahmen des Internationalen Theaterfestivals „Spielart“ in München uraufgeführt. Im Anschluss daran wurde sie vom Landestheater Niederbayern eingeladen, die Oper „Eugen Onegin“ als Diplominszenierung für mehrere Spielstätten in Szene zu setzen. Nach längeren Auslandsaufenthalten in Rom, Barcelona und Buenos Aires kehrte sie 2010 nach Deutschland zurück, wo sie noch im selben Jahr als Regieassistentin und Abendspielleiterin an die Oper Stuttgart engagiert wurde. Hier hatte sie bisher die Möglichkeit, u.a. mit Jossi Wieler und Sergio Morabito, Anna Viebrock und Calixto Bieito zusammenzuarbeiten.

Die Münchnerin Sophia Schneider studierte von 2006 bis 2012 Bühnen- und Kostümbild an der Akademie der bildenden Künste in Stuttgart bei Martin Zehetgruber, Anna Eiermann sowie Bettina Walter. Anschließend studierte sie ein weiteres Semester Freie Kunst an der École supérieure des arts décoratifs in Strasbourg bei Gerard Starck. Neben Assistenzen an der Staatsoper Stuttgart und der Ruhrtriennale, vorwiegend in Produktionen mit Calixto Bieito, stattete sie mehrfach Projekte der Akademie der darstellenden Künste Baden- Württemberg aus. Die Inszenierung „Von toten Vögeln“ von Vanessa Emde wurde 2012 zum Körberfestival im Thalia Theater Hamburg eingeladen. 2009 gestaltete sie Bühne und Kostüme für die Produktion „Alice im Wunderland“ unter der Regie von Marc Günther in Freiburg. Zu dem Film „Great“ (Dog Ear Films Berlin), der mehrfach Auszeichnungen erhalten hat, gestaltete sie 2012 das Set Design. 2013 war sie Stipendiatin der 17. Internationalen Schillertage Mannheim. Neben Bühnen- und Kostümarbeiten ist Sophia Schneider auch als freie Künstlerin tätig.

Rückblick RING AWARD 14
Der RING AWARD 14 hatte es in sich: Mit 196 Teilnehmern, 91 Teams aus 29 Nationen ist dies der bisher absolute Teilnehmerrekord des Internationalen Wettbewerbs für Regie und Bühnengestaltung. Keine leichte Aufgabe war es daher für die hochkarätige Jury, aus den vielen qualitativ sehr hochwertigen Einreichungen die 12 Semifinale-Teams auszuwählen. Diese haben Anfang Jänner um den Einzug ins Finale gekämpft. Von ihnen wurde erwartet, dass sie für den zweiten Akt der Oper »Der Freischütz« ein detailliertes Regiekonzept mit der dazugehörigen Bühnengestaltungslösung erstellen. Die für das Semifinale erarbeiteten Regiekonzepte und Bühnengestaltungslösungen wurden von den Teams im Rahmen einer Publikumsveranstaltung in der Montagehalle der Oper Graz vor der RING AWARD-Jury präsentiert. Zuvor gaben bereits Arbeitsprobe vor der Jury Auskunft über die handwerklichen Fähigkeiten der sich bewerbenden Regisseure, die Bühnengestalter wurden ebenfalls im Vorfeld kritisch zu ihren Konzepten befragt. Aufgabe der Finalisten in der dritten Wettbewerbsstufe, dem Finale, war es dann, den zweiten Akt der Oper »Der Freischütz« innerhalb von sieben Arbeitstagen mit Sängern sowie musikalischer Begleitung szenisch zu erarbeiten.

Gewinnerteams vergangener RING AWARDS sind in Karlsruhe gut bekannt. Regisseur Tobias Kratzer und Ausstatter Rainer Sellmaier konnten 2008 alle Preise des Wettbewerbs gewinnen und haben in dieser Spielzeit am STAATSTHEATER Die Meistersinger von Nürnberg auf die Bühne gebracht. Holger Müller-Brandes (Die Passagierin) war ebenso Ring-Award Gewinner wie Sam Brown (Der Sieg von Zeit und Wahrheit / Der Sieg von Schönheit und Täuschung) und David Hermann, der zu Intendanzbeginn von Peter Spuhler Die Trojaner inszenierte und im Juli mit Boris Godunow Premiere feiert.

 

 

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