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Zwei außergewöhnliche Produktionen zu den EUROPÄISCHEN KULTURTAGEN im Gespräch

Das Team von 100 DOKUMENTE - Foto:

Dramaturg Michael Nijs stellte am Sonntag vor der Premiere den argentinischen Regisseur Gerardo Naumann vor, der von seiner Theaterarbeit in Fabriken erzählte und von den Vorbereitungen für sein bisher größtes Projekt, das Volkstheater 100 Dokumente, in dem in 24 Stunden an die 100 Karlsruher im KLEINEN HAUS zu Wort kommen. bei dieser Produktion haben Sie jederzeit die Möglichkeit aus- und zuzusteigen.
Zwei Karlsruher berichteten von ihren Szenen: die ehemalige Tabak-Einkäuferin Susan Kambeck stellt im Dialog mit ihrer kleinen Tochter vor, wie diese in 30 Jahren leben will, und der junge Architekt Sebastian Nitka, der Straßenbahn-Haltestellen entwirft, schildert seinen Weg von Durlach quer durch die Stadt zum Büro in der Yorckstraße und wie man die Zeit in der Straßenbahn noch besser nutzen könnte.

Um eine Fabrik geht es auch im Schauspiel Gas I & II, das die Regie-Legende Hansgünther Heyme mit großem Ensemble in einem außergewöhnlichen Bühnenbild inszeniert. Im Gespräch mit Schauspieldirektor Jan Linders erzählte er von seinem bewegten Leben als Kind eines Gesellschaftstanz-Paares: Im Krieg in Berlin mehrfach verschüttet, Architekturstudium in Karlsruhe, hier auch Schauspielausbildung und erste Assistenzen, Lehrjahre beim großen Dokumentar-Theaterregisseur Erwin Piscator, erste frühe Erfolge und Skandale im In- und Ausland. Gas I & II von Georg Kaiser ist für Heyme aktueller denn je, denn es geht um die Gefahren der friedlichen und kriegerischen Nutzung von Energie und der Dialektik des Proletariats, das die Verhältnisse oft befestigt, die es bekämpfen will.
Für beide Premieren im KLEINEN HAUS am 8.5. (Gas) und 10.5. (100 Dokumente) gibt es noch Karten.

 

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