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Festival PREMIÈRES für junge europäische Regisseure - Programm vorgestellt

DEHOR - Foto: Alice Piemme

Die Veranstalter TNS, LE MAILLON und STAATSTHEATER KARLSRUHE das Programm des Festivals  Premières 2014 vorgestellt.

Das Festival spielt mit 9 Inszenierungen in 18 Vorstellungen aus 8 Ländern in 9 Sprachen an 7 Spielorten 2014 wieder in Straßburg! Die Zukunft des europäischen Theaters trifft sich einen Katzensprung von Karlsruhe entfernt. Ein Bus-Shuttle, deutsche Übertitel und eine zweisprachige Festivalzeitung laden alle Deutschen Theaterfreunde herzlich ein.

137 Inszenierungen junger Regisseure aus allen Himmelsrichtungen Europas sichtete die Programmkommission durch Aufführungsbesuche und per DVD, 28 Produktionen kamen in die engere Wahl: Am 9.4.14 stellten die Kuratorin Barbara Engelhardt, Programmleiter Olivier Chabrillange vom Théâtre National de Strasbourg und Schauspieldirektor Jan Linders die neun 2014 nach Straßburg eingeladenen Produktionen in Karlsruhe vor.
„Das Festival ist mit dem doppelten Sprung über den Rhein ein echtes europäisches Festival geworden. In der Zusammenarbeit von zwei französischen und einem deutschen Theater hat Premières eine dauerhafte Zukunft und kann seine Aufgabe nachhaltig erfüllen“, freute sich Olivier Chabrillange vom TNS über die Fortsetzung der Kooperation. „Unser Programm zeigt: In einem Kontinent in der Krise kann die Kunst des Theaters verbinden und Menschen ins Gespräch bringen. Wir unterstützen mit unseren Einladungen Künstler aus Ländern, die kritisches Theater nicht mehr fördern, zum Beispiel Ungarn“, so Jan Linders in seinem Fazit.

Ein Jahr lang hat das Festivalteam nach den interessantesten Arbeiten junger Theatermacher aus ganz Europa gesucht, die nicht mehr als fünf professionelle Inszenierungen herausgebracht haben sollten. Die Produktionen werden jeweils deutsch und französisch übertitelt, eine zweisprachige Festivalzeitung junger deutscher und französischer Journalisten informiert über Künstler und Programm. Die Anfangszeiten sind so versetzt, dass die Besucher bis zu vier Inszenierungen an einem Tag sehen können. Ein Bus-Shuttle vom Karlsruher Hauptbahnhof bringt die Karlsruher täglich bequem nach Straßburg und zurück; an Bord führt jeweils ein Dramaturg in das Programm des Tages ein.

Kuratorin Barbara Engelhardt stellte die neun Produktionen zwischen Adaption eines Romans von Elfriede Jelinek, politischer Performance, formalem Experiment, Auseinandersetzung mit den Genres Oper und Tanz und mit Themen wie transnationalen Familien, Glück und Schizophrenie vor. Die jungen Regisseurinnen und Regisseure sind so unterschiedlich wie ihre Handschriften, ihre Ausbildung und ihr Alter. Die meisten zeigen ihre Arbeiten im Rahmen des Festivals  zum ersten Mal außerhalb ihres eigenen Landes. „Junge Theaterkünstler haben es immer schwerer Fuß zu fassen, deshalb ist Premières als Plattform so wichtig. Daneben ist die Begegnung ein zentrales Moment des Festivals. Begegnung sowohl des internationalen Publikums mit den Künstlern und untereinander als auch der Künstler mit neuen Zuschauern ", so Barbara Engelhardt.

Die Regisseure von PREMIÈRES 2014 sind: Ewelina Marciniak (Polen), Valters Sīlis (Lettland), Corinne Maier (Schweiz), die Gruppe Codice Ivan (Italien), die Gruppe FUX (Deutschland), Antoine Laubin (Belgien), Dániel D. Kovács (Ungarn), Thom Luz (Schweiz) sowie Vilma Pitrinaïte und Thomas Pondevie (Frankreich).
Seit 2005 hat das Festival vielen mittlerweile berühmten und gefragten Regisseuren die Türen geöffnet, beispielsweise der Serbin Sanja Mitrovic, der Polin Marta Górnicka, den Ungarn Viktor Bodó und Kornél Mundruczó, dem Schweizer Roger Vontobel, dem Deutsch-Portugiesen Antú Romero Nunes, dem Griechen Sarantos Zervoulakos, dem Belgier Fabrice Murgia und dem Deutschen Tilmann Köhler. 2014 sind vier Premières-Regisseure zum renommierten Festival d’Avignon eingeladen.
Förderer von Premières 2014 sind auf französischer Seite die Region Alsace, das Departement du Bas-Rhin, die Stadt Straßburg und das französische Kulturministerium. Entscheidend beigetragen zur Finanzierung des diesjährigen Festivals hat die Stadt Karlsruhe. Kulturbürgermeister Wolfram Jäger sagte dazu bei der Präsentation des Programms in Straßburg am 7.4.: „Karlsruhe hat die Einladung von Straßburg, das Festival gemeinsam zu veranstalten, gern angenommen, denn wir beiden großen Städte am Oberrhein haben die Chance, durch enge Zusammenarbeit das Herz Europas zu stärken – und in welchem Bereich ginge das leidenschaftlicher als in der Kultur? Ich wünsche mir, dass viele Karlsruher Theaterfreunde in diesem Jahr diese Chance wahrnehmen und nach Straßburg fahren.“
Der Kartenverkauf – Einheitspreis 13 Euro, freie Platzwahl – läuft ab sofort an den Theaterkassen in beiden Städten sowie auf der eigenen Website http://www.festivalpremieres.eu/. Käufer des Festivalpasses zu 13 Euro (Sonderpreis 7 Euro für Abonnenten) erhalten ermäßigten Eintritt von 7 Euro. Damit lohnt sich der Festivalpass „Carte Premières“ schon ab drei Vorstellungen. Auf der Webseite finden sich schon jetzt Trailer für alle Produktionen und ein zweisprachiger Blog. Die nächste Ausgabe von Premières wird vom 4. bis 7. Juni 2015 wieder in Karlsruhe stattfinden – als Prolog zum Stadtjubiläum feiert das Festival hier seinen 10. Geburtstag.

 

 

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