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Ausstellung OPFER RECHTER GEWALT eröffnet

Schauspieldirektor Jan Linders zeigt Hüseyin Avni Karslıoğlu, Botschafter der Republik Türkei in Berlin die die Ausstellung im FOYER - Foto: ONUK

In Anwesenheit von Hüseyin Avni Karslıoğlu, Botschafter der Republik Türkei in Berlin und Generalkonsul Serhat Aksen wurde heute im Rahmen der Uraufführung von Rechtsmaterial im FOYER des STAATSTHEATERS die Wanderausstellung eröffnet.
Sie ist ein Projekt der Berliner Künstlerin Rebecca Forner und der Opferperspektive e.V. in Kooperation mit der Friedrich-Ebert-Stiftung und wird von heute an bis zum Ende der Spielzeit zu sehen sein.
"Die Ausstellung protraitiert Menschen, die in Deutschland seit 1990 rechter Gewalt zum Opfer gefallen sind. Viele wurden getötet, weil für sie im rechten Weltbild kein Platz ist; manche, weil sie den Mut hatten, Nazi-Parolen zu widersprechen. Einige Schicksale bewegten die Öffentlichkeit, viele wurden nur am Rande zu Kenntnis genommen, vergessen sind die meisten.

Von vielen der Toten wurde nie ein Foto veröffentlicht, von manchen nicht einmal ihr Name. "Den Opfern einen Namen geben" wollten die Frankfurter Rundschau und Der Tagesspiegel, als sie im Herbst 2000 erstmals eine Chronik der 93 Opfer rechter Gewalt seit der deutschen Vereinigung publizierten. Das Bundesinnenministerium hatte für diesen Zeitraum nur 24 Todesfälle mit einem rechten Hintergrund registriert, Heute erkennt die Bundesregierung 63 der für die Jahre 1990 bis 2013 dokumentierten Fälle als Opfer rechter Gewalttaten an. Diese Ausstellung erinnert an 169 Menschen. Sie ist eine Dokumentation wider das Verdrängen und Relativieren rechter Gewalt." Opferperspektive e. V. / Potsdam

Weitere Informationen unter www.opfer-rechter-gewalt.de

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