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Ein Raum voller Geschichten

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Am Ende der drei Uraufführungen standen langanhaltender, stürmischer Applaus und Jubel, in den sich immer wieder Bravorufe mischten.
Der dreiteilige Ballettabend Mythos beeindruckte gestern die Zuschauer im GROSSEN HAUS.
Reginaldo Oliveira führte in Der Fall M. vor, wie eine Frau, die große Schuld auf sich geladen hat, an einem Ort fernab jeder Erdschwere Versöhnung mit sich selbst und ihrer Vergangenheit findet. Tim Plegge zeigte in seinem Stück Orpheus auf, wie ein magischer Moment zur Überwindung auch der schwersten Verlusterfahrung führen kann, und Jörg Mannes ließ aus seinem Spiegelgleichnis die Botschaft herausleuchten, dass wir uns selbst von Zwängen entlasten können, wenn wir bereit sind, die Welt öfter wie ein Kind zu sehen.
Mit den Kostümen von Judith Adam und Heidi de Raad in Sebastian Hannaks beeindruckendem Bühnenbild und im exquisiten Licht von Stefan Woinke haben sich diese drei ganz unterschiedlich angelegten Geschichten aufs Beste entfaltet.

Die kreisrunde, in den Zuschauerraum hereinragende Fläche des Bühnenbodens erwies sich als sinnbildlich für die Art und Weise, wie das Publikum in die Geschehnisse hineingezogen wurde. Gleich bei Der Fall M. war eine tiefe innere Bewegtheit der Zuschauer zu spüren, die sich nach einem verhaltenen Moment des Nachklingens in großem Applaus äußerte. Im zweiten Stück war dann förmlich mit Händen zu greifen, wie die Besucher gemeinsam mit den Protagonisten in den Reigen aus Klang, Licht und Bewegung eintauchten. Bei Spiegelgleichnis sorgte die magische Schönheit des enthüllten Spiegelkabinetts für Staunen, ebenso wie der feine, augenzwinkernde Humor des Stückes.

Die Solisten und das gesamte Ballettensemble präsentierten sich, getragen von einer Woge der Anteilnahme des Publikums, in Hochform.
Sind Sie neugierig? Zum nächsten Mal zeigen wir die Kreationen am 30.3. im GROSSEN HAUS

 

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