NEWS

Ergreifender PETER GRIMES eröffnet Opern-Spielzeit

 - Foto:

Bei der gestrigen B-Premiere von Brittens Opernerstling in der Inszenierung von Christopher Alden zeichnete Ks. Klaus Schneider die Titelfigur als einen von inneren und äußeren Stimmen Getriebenen, der aus einer Mischung aus Unglück, eigenem Verschulden und sozialem Druck immer weiter ins Abseits gerät. Während seiner großen Arie im 1. Akt „Now the Great Bear and Pleiades“ konnte man im Zuschauerraum die berühmte Stecknadel fallen hören, so gebannt lauschte das Publikum der intensiven Darstellung des Kammersängers.
An seiner Seite stand als Ellen Orford eine szenisch wie musikalisch überzeugende Christina Niessen, die mit ihrer Zerrissenheit und einer versonnen vorgetragenen „Embroidery“-Arie berührte. Die beiden Hauptfiguren wurden umrahmt von einem spielfreudigen Ensemble, von welchem die Debüts von Rebecca Raffell als launige Auntie, Luiz Molz als vergnügungssüchtigem Swallow, Andrew Finden als spleenigem Ned Keene und Larissa Wäspy als 2. Nichte hervorzuheben sind.

Im Orchestergraben leitete der Koordinierte 1. Kapellmeister Christoph Gedschold mit großer musikalischer Sensibilität die Aufführung von Brittens Drama. Bereits zur Pause brachte das Publikum seine Begeisterung mit Bravo-Rufen zum Ausdruck. Beim Schlussapplaus wurden Dirigent, Sängersolisten, der Staatsopernchor und die Badische Staatskapelle lang anhaltend für ihre Leistung gefeiert.

Peter Grimes weitere Vorstellungen: 20.9., 6., 18.10., 7., 22. und 30.11.

Navigation einblenden