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Das Programm der INTERNATIONALEN HÄNDEL-FESTSPIELE KARLSRUHE 2014

Bühnenbildmodell RICCARDO PRIMO - Foto: Felix Grünschloß

Ein Fest im Stil des barocken Theaters versprach Peter Spuhler, Generalintendant des STAATSTHEATERS KARLSRUHE bei der Vorstellung des Programms der INTERNATIONALEN HÄNDEL-FESTSPIELE KARLSRUHE 2014, die sich in diesem Jahr verstärkt die Vermittlung des barocken Lebensgefühls zur Aufgabe machen. „Die Händel-Festspiele sind ein Aushängeschild für Karlsruhe, die auch viele überregionale und internationale Besucher anziehen. Nach der Rekord-Besucherzahl von 15.000 Zuschauern in der letzten Spielzeit erwarten wir auch dieses Jahr einen enormen Andrang. Die Zeichen stehen gut: es sind bereits jetzt Veranstaltungen ausverkauft, das Interesse ist riesig“, sagte Spuhler.
Im Mittelpunkt steht die selten gespielte Händel-Oper
Riccardo Primo (Richard Löwenherz auf dem Kreuzzug), bei der der französische Regisseur Benjamin Lazar den Zauber der Barockbühne mit barocker Gestik und im Schein hunderter Kerzen auf prachtvolle Kostüme und faszinierende Dekorationen entfaltet. Lazar, in Frankreich bereits ein Star seines Faches, und sein Team stellen sich damit zum ersten Mal in Deutschland vor.
Das STAATSTHEATER KARLSRUHE stellt in dieser und in den nächsten Spielzeiten bewusst europäische Regisseure vor, die noch nie in Deutschland gearbeitet haben.
Die hohe musikalische Qualität garantiert der Dirigent Michael Hofstetter, der nach seinen großen Erfolgen mit Giulio Cesare, La Resurrezione und Ariodante zu den HÄNDEL-FESTSPIELEN zurückkehrt. Die Titelrolle verkörpert Franco Fagioli, einer der international gefeierten Countertenöre, der mit Karlsruhe eng verbunden ist.
Neu ist, dass die HÄNDEL-FESTSPIELE einen Auftakt haben werden: Als Vorgeschmack gibt Fagioli schon am 24.11.13 ein Galakonzert mit dem Programm seiner jüngsten CD Arien für Caffarelli, die soeben erschienen ist.

Auch die zweite Oper spielt im ritterlichen Ambiente der Kreuzzüge, in das die Barockoper so vernarrt war: Händels Rinaldo wird mit großen Marionetten präsentiert, denn das Marionettentheater bewahrt bis heute die Technik und den Zauber der Barockbühne, wie Festspielleiter Bernd Feuchtner erläuterte. Diese Fassung in Begleitung von Sängern und Orchester war bereits bei den Händelfestspielen in Halle ein sensationeller Erfolg.

Der Wiedererweckung des barocken Tanzes hat sich die Ballettkompagnie L’Éventail verschrieben, deren Leiterin Geneviève Massé den Abend Voyage en Europe choreografiert hat, bei dem der barocke Tanz verschiedener Länder Revue passiert.

Wo könnten die Empfindungen der Barockzeit sich besser entfalten als in den Barockschlössern Badens? Das römische Ensemble Concerto Romano entführt sein Publikum im Asam-Saal des Ettlinger Schlosses in Caravaggios Rom: Dieser Barockmaler warf sein Licht auf das Leben wirklicher Menschen seiner Stadt, und ihr Leben wird an diesem Abend wieder lebendig.

Die HÄNDEL-FESTSPIELE öffnen sich damit auch in diesem Jahr wieder zur Stadt und zur Region. So auch bei dem Konzert der Sopranistin Roberta Invernizzi. Mit ihr gastiert im Konzerthaus ein echter Weltstar. Sie widmet sich in ihren Arien den verschiedenen Gesichtern der femme fatale Cleopatra, wobei sie vom Orchestre Atlante unter Michael Form begleitet wird, dem neuen Leiter der HÄNDEL-AKADEMIE.

Das Festkonzert der DEUTSCHEN HÄNDEL-SOLISTEN bietet ein spannendes Programm mit Musik von Händel und aus Frankreich, geleitet von Nicholas McGegan, langjährigem Leiter der Göttinger Händelfestspiele und Generalmusikdirektor des Philharmonia Baroque Orchestras.

Zahlreiche weitere Veranstaltungen runden das Programm ab, darunter eine Aufführung von Händels Messias, die als Benefiz für die vom Hochwasser schwer geschädigten Händel-Festspiele der Partnerstadt Halle durchgeführt werden. Für die Unterstützung dieser Veranstaltung wie der gesamten Festspiele ist der Händel-Gesellschaft Karlsruhe e. V. zu danken.
Die Händel-Gesellschaft ist auch der Initiator des Ökumenischen Festgottesdienstes, der 2013 zum ersten Mal stattfand und 2014 in der Evangelischen Stadtkirche zelebriert wird, wobei Kirchenmusikdirektor Christian-Markus Raiser an der Orgel natürlich Musik von Händel beiträgt. Prof. Dr. Peter Overbeck, Vorsitzender der Händel-Gesellschaft Karlsruhe, kündigte an, dass die Gesellschaft als Verbundenheit mit Händels Geburtsstadt Halle sowohl das Messias-Benefizkonzert unterstützen als auch ihr eigenes Herbstkonzert in der Hochschule für Musik als Benefiz für Halle durchführen wird. Die prächtige Ausstattung von Riccardo Primo wäre ohne großzügiges Sponsoring durch das Kuratorium der Händel-Gesellschaft gar nicht möglich.

Bestandteil der HÄNDEL-FESTSPIELE sind auch wieder das Dozierenden- und das Abschluss-Konzert der INTERNATIONALEN HÄNDEL-AKADEMIE KARLSRUHE. Das von Prof. Thomas Seedorf geleitete Symposium widmet sich dem barocken Gesamtkunstwerk, Gesang, Tanz und Gestik in der Tragédie en musique. Neuer künstlerischer Leiter der Akademie ist Michael Form, der bei den letzten beiden Festspielen Alessandro dirigierte und die CD der Produktion aufnahm.

Das ausführliche Programm finden Sie auf unserer Website, wo Karten auch online erworben werden können. Der Vorverkauf für alle Veranstaltungen hat in dieser Woche begonnen und bereits einen großen Ansturm ausgelöst.

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